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Autor Thema: Srebrenica - wurden wir angelogen?  (Gelesen 2000 mal)
Rince
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« am: 10. März 2010, 12:34:55 »

Alexander Dorins Analyse des Falls von Srebrenica 1995

Anna Gutenberg
Laut der offiziellen Version der Ereignisse von Srebrenica – gemeint ist die Version der damaligen Regierung unter dem bosnisch-moslemischen Präsidenten Alija Izetbegovic und seinen Unterstützern in Washington – wurden im Sommer 1995 in der Umgebung der bosnischen Kleinstadt Srebrenica bis zu 8000 moslemische Jungen und Männer von serbischen Truppen exekutiert. Die Formulierung vom »schlimmsten Massaker auf europäischem Boden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs« wird von den westlichen Massenme dien seitdem eisern und unaufhörlich repetiert. Als im März 1999 der von der UNO nicht mandatierte Angriffskrieg der NATO gegen Rest-Jugoslawien begann, wurde beschworen, es gelte ein »zweites Srebrenica« im Kosovo zu verhindern.

Autoren, die seit Jahren auf stark übertriebene Opferzahlen hinweisen, werden von den Medien konsequent ignoriert. Und das, obwohl diese Autoren lediglich das Ausmaß der »nicht zu entschuldigenden serbischen Verbrechen« in Frage stellen. Das neue Buch von Alexander Dorin »Srebrenica – Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus« legt den Schluß nahe, daß abgesehen von den unterschiedlichen Opferzahlen beide Versionen eines gemeinsam haben: Sie beruhen nicht auf fundierten und ausführlichen Recherchen. Der von den Medien fabrizierte Mythos vom Völkermord in Srebrenica läßt auch manchen sonst kritischen Geist plötzlich den Willen zum Konformismus zeigen, faule Kompromisse eingehen oder gleich ganz verstummen.
Abschreckung

Davon unbeeindruckt hat sich Dorin nun der gewagten Aufgabe verschrieben, herauszufinden, was sich in den Tagen nach dem Fall Srebrenicas wirklich abspielte. Gewagt deshalb, weil das Hinterfragen der offiziellen Version vom Völkermord in Srebrenica heute von den meisten Medien mit der Leugnung des Holocaust gleichgesetzt wird und in einigen europäischen Ländern Gesetzentwürfe in den Schubladen liegen, es als solche zu bestrafen. Und tatsächlich zeigt Dorins längst überfällige Untersuchung über die Vorfälle um Srebrenica, daß der »Völkermord« nicht ohne Grund durch Abschreckungsmaßnahmen unantastbar gemacht werden sollte.

Nachdem Dorin die Vorgeschichte in der Region um Srebrenica zwischen 1992 und 1995 aufrollt und anhand von Zeugenaussagen, von Pathologen und Überlebenden sowie zahlreicher Dokumenten aufzeigt, wie moslemische Streitkräfte in der Region Podrinje, in der auch Srebrenica liegt, bis Sommer 1995 mehrere tausend Serben, darunter zahlreiche Frauen, Kinder und alte Menschen, bestialisch ermordet haben – in Ostbosnien gehen etwa 190 zerstörte serbische Dörfer und fast 3300 ermordete Serben auf das Konto der Truppen des moslemischen Kriegsherren Naser Oric – widmet er sich den Geschehnissen im Juli 1995.

Zahlreiche Reisen in das Gebiet um Srebrenica, Interviews mit Pathologen, Politikern, Einwohnern, Journalisten und internationalen Beobachtern dienen dem Autor als Basis seiner akribischen Recherche. Von damaligen UNO-Blauhelmen erfährt er, daß die Serben die moslemischen Zivilisten nach der Einnahme der Stadt gut behandelt haben. Ein moslemischer Kommandant berichtet, daß im Gefecht nach dem Fall der Stadt, als sich Naser Orics Truppen durch serbisch kontrolliertes Gebiet in Richtung der Stadt Tuzla durchschlugen, etwa 2000 moslemische Soldaten fielen. Das entspricht ungefähr der Zahl der Toten, die die Ermittler des Jugoslawientribunals in Den Haag ursprünglich finden konnten. Dem Autor vorliegenden Dokumente der moslemischen Armee beweisen, daß diese Zahl nachträglich um mehrere hundert Tote aufgestockt wurde, die bereits während Gefechten im Jahr 1993 umgekommen sind. Ein moslemischer Politiker sagt aus, daß der damalige US-Präsident William Clinton bereits im Jahr 1993 Izetbegovic die Variante eines »Massakers von Srebrenica« angeboten habe. Nur dann könne die NATO zu Gunsten der moslemischen Armee eingreifen.
Widersprüche

Immer wieder wurde in den letzten Jahren spekuliert, daß 1996/97 auf bosnischen Wählerlisten Namen von angeblich in Srebrenica ermordeten Männern stünden. Wie die Dorin zugänglich gemachten Wählerlisten nun zeigen, waren 3000 dieser angeblich vermißten moslemischen Männer zur Wahl registriert. Dorin gelangte darüber hinaus in Besitz einer Liste mit den Namen von fast 1000 gefallenen moslemischen Kämpfern, die ebenfalls den Ereignissen von Juli 1995 zugeschrieben werden, obwohl sie bereits lange vor dem Fall Srebrenicas umgekommen sind.

Ausführlich untersucht wird auch der Fall des Kroaten Drazen Erdemovic, der bis heute vom Haager Tribunal als Kronzeuge und Trumpfkarte in Sachen Srebrenica präsentiert wird. Erdemovic gibt vor, als Mitglied einer bosnisch-serbischen Einheit von insgesamt 1200 moslemischen Erschießungsopfern 100 selbst getötet zu haben. Dorins Analyse des Falls Erdemovic bestätigt eindrücklich die Widersprüche und Absurditäten, die bereits von Germinal Civikov in seinem kürzlich erschienen Buch »Der Kronzeuge« herausgestellt wurden.

Dorin zeigt, wie sich Zeugenaussagen einiger angeblicher Überlebender der Erschießungen von Srebrenica nicht nur gegenseitig widersprechen, sondern wie sich die Aussagen der Einzelnen ändern. Bedrückend sind vor allem auch die Analysen der Gerichtsprozesse gegen eine Reihe von Serben, die wegen der Ereignisse von Srebrenica zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Es wird gezeigt, wie einige der Angeklagten durch die Anwendung des sogenannten »Plea Agreements« quasi gezwungen wurden, Mitangeklagte durch Falschaussagen zu belasten, um selbst ein milderes Urteil erwarten zu können.

Ein wahrlich spektakuläres Buch, das die Schlußfolgerung nahelegt: Es gibt nicht nur keinen Beweis für angeblich von der bosnisch-serbischen Führung angeordnete Erschießungen, sondern überhaupt keinen Grund, ein serbisches Massenverbrechen anzunehmen. Was bleibt, sind 2000 Gefechtstote. Vielleicht wachen durch dieses Buch endlich jene »Ja-Aber«-Kriegsgegner auf, denen es offenbar nicht genügte, daß Dubrovnik nie wie behauptet in »Ruinen« lag, es keine serbischen Vernichtungslager gab, die größte ethnische Säuberung an kroatischen Serben verübt wurde, Milosevic 1989 im Kosovo keine »Brandrede« gehalten hat, es das »Massaker von Racak« an unschuldigen kosovo-albanischen Zivilisten nicht gab und den Serben in Rambouillet zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert ein unannehmbares Ultimatum gestellt wurde. Srebrenica ist ein Vorwand, um den Serben, den Opfern eines imperialistischen Krieges, Solidarität zu verweigern.

Alexander Dorin: Srebrenica – Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus. Kai Homilius Verlag, Berlin 2009, 256 Seiten, 19,90 Euro * ISBN 978-3-89706-839-1,

Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2010/01-18/039.php

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Kuddel
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« Antworten #1 am: 10. März 2010, 20:54:43 »

Willkommen bei 0815-Info!

Wurden wir angelogen? Nein! Verarscht! Und zwar nach Strich und Faden!

Siehe auch hier: Die Politik des Srebrenica-Massakers

Beste Grüße in die Schweiz
Kuddel™
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Rince
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« Antworten #2 am: 11. März 2010, 17:40:30 »

Schaut fast so aus, als ob das "Srebrenica-Massaker" tatsächlich eine der grössten Verarschungen der Nachkriegsgeschichte ist.
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Kuddel
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« Antworten #3 am: 15. März 2010, 20:32:49 »

Dieser Bericht haut in die gleiche Kerbe:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=18077

Vielleicht kann den ja jemand ins Deutsche übersetzen.
0815-Info wäre ein dankbarer Abnehmer dafür ...
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« Antworten #4 am: 16. März 2010, 00:40:52 »

Hier ein sehr ausführlicher und informativer Artikel von E. Hermann (Autor des oben erwähnten ZNet Artikels) und D. Peterson wo ebenfalls dieses Thema angesprochen wird (s. dort Teil II)

Monthly Review
Vol. 59, Nr. 5, Oct. 2007
The Dismantling of Yugoslavia: A Study in Inhumanitarian Intervention
(and a Western Liberal-Left Intellectual and Moral Collapse)
Edward S. Herman and David Peterson
http://monthlyreview.org/1007herman-peterson1.php
« Letzte Änderung: 16. März 2010, 00:42:40 von chapultepec » Gespeichert
Rince
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« Antworten #5 am: 07. Mai 2010, 11:32:15 »

Hier noch etwas spannendes:
http://www.srebrenica-facts.com/bewohnerstatistik
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Dominik White
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Beiträge: 3



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« Antworten #6 am: 08. Juni 2010, 17:45:04 »

Ja, wir wurden vera..... !
Und deshalb darf uns das nicht noch einmal passieren.
Der Kriegsherde sind wirklich genug. Leider aber lassen sich zuweilen auch Friedensbewegte irre führen und sie gehen der PR-Medienindudtrie voll auf den Leim:
1. werden immer und überall bis in die Neuzeit Persönlichkeiten von Ländern, die im Fadenkreuz des
    Imperialismus stehen, diskreditiert und sogar umgebracht,
    ( ein Volk ohne Führung aber ist nach rechtlichen Gesichtspunkten vogelfrei und man kann mit ihm   
      machen, was man will )
2.  man versucht sog. "Volksrevolutionen" zu inszenieren, um ein eventuelles späteres militärisches Eingreifen
     durch die NATO zu rechtfertigen,
3.  jeder jubelt über Obamas Aufruf nach einer Atomwaffen freien Welt und verkennt, dass die DU-Waffen
     die heute in allen Kriegsgebieten eingesetzten neuen taktischen Atomwaffen sind, die durch den
     Internationalen Gerichtshof von 1996 verboten wurden. Die Krux ist aber, dass DU von den USA als
     konventionelle Waffen dargestellt werden, die also keinem Verbot unterliegen !!
     Mittlerweile sind bestimmte Gebiete im Irak und dem Kosovo praktisch nicht mehr bewohnbar.
Über eine halbe Million amerikanischer und britischer Soldaten sind krebskrank und leiden an dem sog. Golfkriegssymdrom und 67% ihrer Kinder gleichen den Kindern von Tschernobyl: ohne Augen, ohne Arme u. dgl. Auch in Deutschland sind schon Soldaten, die im Krieg waren, davon betroffen. Machen wir endlich diesem Wahnsinn ein Ende !
Wenn niemand mehr bereit ist, für die Wirtschaftsinteressen der Reichen in Kriege zu ziehen (Köhler) gibt es bald keine Kriege mehr. Denn, die Reichen werden aus Kenntnis der voher genannten Dinge sicher nicht bereit sein, ihren Kopf hinzuhalten. Grüße Dominik
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DW
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