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Auslöser wieder dieselbe, gegen Russland gerichtete, aggressive USA

Der SZ-Journalist Julian Hans schreibt über nuklearen Wahnsinn (sein Artikel vom 09.12. "Russland - Nuklearer Wahnsinn"), aber er übersieht den ersten, jedoch weiter andauernden nuklearen Wahnsinn in Europa, nämlich eine US-NATO, die sich hier, mitten in Europa, mit einer nuklearen Abschreckungsstrategie etabliert hat (1948), eine US-geführte NATO, die seitdem als konstante Bedrohung für andere Staaten wie Russland oder Weißrussland aktiv und expansiv auf dem Kontinent wirkt.

 


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Nuklearer Wahnsinn mit US-NATO-Nuklearwaffen mitten in Europa - Von der Kuba-Krise nichts gelernt
von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait*

Wahnsinniger ist es kaum vorstellbar.
Aber die Mentalitäten der Kriegstreiber und Kalten Krieger, die die Außenpolitik Europas seit Jahrzehnten gefährden und rückständig prägen, fühlen sich wohl und sicher bei solchem Wahnsinn. Solche Kriegstreiber und gestrigen Geister haben von der Kuba-Krise 1962 gar nichts gelernt.

Schon damals stationierten die USA nukleare Waffen auf türkischem Territorium in Izmir, die gegen Russland gerichtet waren. Die Reaktion Russlands ließ nicht lange auf sich warten: Russische Nuklear-Raketen wurden in Kuba stationiert, also in der unmittelbaren Nähe der USA. Dies war der springende Punkt der Kuba-Krise, die Washington mit Moskau konfrontierte.

Die Kuba-Krise wurde nur durch die amerikanische präsidentielle Annahme der Forderung Russlands entschärft: den Rückzug amerikanischer Raketenstellungen aus der Türkei gegen den Rückzug der russischen Raketen aus Kuba in einer Vereinbarung der Kennedy-Brüder, John und Robert, mit dem russischen Botschafter in Washington, Anatoly Dobrynin, unter der Bedingung, diese Vereinbarung geheim zu halten. Die Geheimhaltung wurde aber von der USA missbraucht, um die Kuba-Krise einseitig in der Öffentlichkeit weltweit zu präsentieren, und zwar als eine einseitige Drohung der Russen, ohne den Hintergrund zu erwähnen. Heute sind die damalige Unredlichkeit, Lüge und falsche Darstellung der US-Regierung weltweit bekannt. (z.B. "La Crise des Missiles de Cuba". von Nicolas Michel in "La Revue" Novembre/Décembre 2007).
 





 

USA außer Kontrolle auf Kriegspfad
Dieselbe Verlogenheit der USA und falsche Einseitigkeit reflektiert der Kommentar von Julian Hans, der auf Russland hinweist und nicht auf den wahnsinnigen ersten Anfänger, die USA, die sich sogar für das Atomverbrechen auf Hiroshima und Nagasaki zu verantworten haben. Washington hat sich seitdem als ein hoch gefährlicher Wahnsinniger bewiesen. Außer Kontrolle geraten, geht es auf dem Kriegspfad. So wurde Washington die größte Gefahr für die westliche Gemeinschaft, die sich vor den USA schützen sollte. Und nichts anderes, weil niemand beschützt wird, indem man ihn austrickst. Deshalb bietet die US-NATO keinen Schutz, keine Sicherheit. Im Gegenteil.

Türkei unterstützt den Terror - Konsequenz für Europa?
Heute erleben wir dieselbe Arroganz und leichtsinnige Torheit des Westens: Die Ausdehnung der NATO und die offene Aggressivität eines NATO-Mitglied, die Türkei, das die Europäer nicht verurteilt haben. Gegen diese offenen potentiellen Aggressoren richtet der Kreml sein nukleares Potential. »"Die USA und die Türkei können nicht länger gemeinsam in der NATO sein" heißt es aus dem US-Kongress vom Vorsitzenden eines außenpolitischen Ausschusses, wo immer mehr Stimmen der Vernunft erkennen, wie wahnsinnig es ist, an der Seite eines Terror-Förderers zu sein. Die Türkei unterstützt den Terror. Das ist jetzt bekannt und bewiesen. Welche Konsequenzen zieht Europa daraus?

Krise à la Kuba in Europa entschärfen
Merken CDU- und SPD-Bundestagsabgeordnete, dass sich eine zweite "Kuba-Krise" auf dem Kontinent profiliert, die eigentlich eine Europa-Krise ist? Sind die Verantwortungsträger in der Lage, sie zu entschärfen, wie es damals die Kennedys taten, indem sie die Eskalation rechtzeitig zu bremsen wussten?

© Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Quellenangaben:

Grafik: © oliver-bieri.ch

Foto: Tlaxcala*Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist eine chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Santiago de Chile mit Spezialisierung auf das Völkerrecht und Praxis im Strafrecht. Nach ihrer Arbeit im Außenministerium war sie Diplomatin in Washington D.C., Wien und Jerusalem und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen.

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