aktuelle News

Stefan Kornelius lässt in seinem Leitartikel „Brexit – Kleinbritannien“ (SZ, 7.6.) die Kernfrage beiseite, nämlich wer auf den anderen mehr angewiesen ist, wer den anderen mehr brauche, Großbritannien die EU oder umgekehrt.

 


stuttmann.jpg

von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Was die EU betrifft, scheinen eher die EU-Konsortien und Banken-Cliquen auf die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens angewiesen zu sein, nämlich auf die Londoner City mit ihren Banken und Finanzdienstleistern. Dieses Thema, dieser Aspekt wird aber im Leitartikel von Kornelius nicht angegangen.

Großbritannien ist immer noch das Schwergewicht im Erbe seines Imperiums, im offenen Staatenzusammenschluss „Commonwealth“ mit 53 Mitgliedsstaaten, die rund 2,2 Milliarden Menschen umfassen. Großbritannien bewegt sich somit weltweit souverän, ohne die Last mit einem Europa, das sich in britische Angelegenheiten einmischen will, wofür es kein britisches Mandat hat, ein Europa, das für viele Briten schon seit Generationen nur als der „funny peculiar continent“ angesehen wird.

© Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Quellenangaben:

© Grafik: mit freundlicher Genehmigung Klaus Stuttmann / Berlin

  • Leitartikel in Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 7.6.: „Brexit – Kleinbritannien“ von Stefan Kornelius

Foto: Tlaxcala*Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist eine chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Santiago de Chile mit Spezialisierung auf das Völkerrecht und Praxis im Strafrecht. Nach ihrer Arbeit im Außenministerium war sie Diplomatin in Washington D.C., Wien und Jerusalem und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen.

Grafische Bearbeitung durch 0815-Info.com