aktuelle News

"Ich bin seit 12 Jahren Chefredakteur bei ARD-aktuell,"

schreiben Sie im »Blog der Tagesschau und unterschlagen dabei, dass jedes dieser Jahre eins zuviel war – wenn denn in der ARD noch Maßstäbe eines Journalismus gälten, der sich an berufsethische Regeln und die Programmgrundsätze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hält.

 


gniffke

Spitzmarke*
von Volker Bräutigam**

Beim Weiterlesen Ihrer schamlosen Ergebenheitsadresse mussten wir allerdings sehr tapfer sein:

 

"... nun hat mir die ARD die Chance gegeben, fünf weitere Jahre dranzuhängen. Ein großer Vertrauensvorschuss...."

 

Dabei wissen Sie doch wie wir alle: Von Vertrauensvorschüssen für Funktionseliten in einer Plutokratie ist absolut nichts zu halten. Überzeugendstes Beispiel: Obama erhielt den Friedensnobelpreis und erweist sich seither als kriegswütiger Massenmörder. Und Sie werden weitere fünf Jahre dafür sorgen, dass die deutsche Öffentlichkeit Washingtons Völkerrechtsbrüche gut und Moskaus Politik böse findet. Und dass der einst gute Ruf der Tagesschau endlich in die Grütze geht.

 

 





 

 

© Volker Bräutigam

© Grafik: Martina Nolte / Wikimedia, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

*Als »Spitzmarke wird vor allem im Journalismus eine einleitende Information zu Beginn einer Nachricht oder einer Pressemitteilung bezeichnet.

**»Volker Bräutigam war von 1975 bis 1985 Redakteur in der Tagesschau-Zentrale Hamburg und auch danach noch, bis 1995, beim öffentlich-rechtlichen NDR (in der Hauptabteilung Kultur) als Journalist tätig. Er schreibt heute für die Politik-Zeitschrift Ossietzky. Als Nachfolgerin der "Weltbühne" orientiert sie sich strikt an diesem Vorbild. (s.a.»http://ossietzky.net).