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Betreff: Programmbeschwerde: Rund 100 Al-Kaida-Kämpfer getötet
Datum: 22. Januar 2017 um 21:17:03 MESZ
An: "NDR RR VWR" gremienbuero@ndr.de,

Programmbeschwerde: Rund 100 Al-Kaida-Kämpfer getötet

von Volker Bräutigam* & Friedhelm Klinkhammer**

Sehr geehrte Rundfunkräte, sehr geehrter Herr Intendant,

kurz vor Weihnachten, nachdem Ost-Aleppo von den Terroristen befreit worden war, lief die Gniffke-Märchenproduktion auf Hochtouren. Mit einer Reihe einseitiger Berichte, sämtlich unter kritikloser Übernahme der Sicht der Terroristen, vermittelte ARD-aktuell den deutschen Zuschauern das Bild von bemitleidenswerten "Rebellen" und "Kämpfern", die mit ihren Frauen und Kindern unter schwierigen äußeren Bedingungen in die Provinz Idlib zu ihren dort versammelten Gesinnungsgenossen vertrieben wurden, weil sie nicht in die Gefangenschaft der syrischen Armee geraten sollten/wollten. Dem Tross der militärisch geschlagenen terroristischen Mörderbande, Familienangehörigen der Terroristen, galt mitmenschliche journalistische Zugewandtheit in typischer Volker-Schwenck-Betroffenheits-Besoffenheit. Kleine Kinder aus dem Tross durften eingelernte Sprüchlein aufsagen und auf die Tränendrüsen des Publikums drücken.

Diese Szenen stellten allerdings nicht nur einen Aspekt in ansonsten vollständigen Berichten aus dem Syrienkrieg dar. Denn Gniffkes Qualitätsjournalisten brachten keine Informationen darüber, dass es sich bei diesem nach Idlib entlassenen Flüchtlingstreck vornehmlich um dschiadistische Terroristen der Al Quaida (auf der UN-Terrorliste) und der Al-Sham-Truppe handelte, die von der deutschen Justiz als ausländische terroristische Organisation eingestuft wird.

Bei ARD-aktuell sind es die armen "Rebellen", die Syrien "befreien" wollten, aber von den „bösen" Russen und dem „Machthaber" Assad daran gehindert wurden. Kein Wort darüber, dass dieses Mörderpack die Bevölkerung Ost-Aleppos jahrelang erbarmungslos drangsaliert und terrorisiert hatte.

Zu dieser redaktionellen Schlagseite passte denn auch die Information, dass Außenminister Steinmeier den "Rebellen" in Idlib 5000 Zelte als Soforthilfe zur Verfügung stellte, während die in Ost-Aleppo verbliebene Bevölkerung leer ausging. Soviel zur Humanität der Merkel-Regierung. Und kein Wort von ARD-aktuell darüber, dass von den großartig angekündigten Hilfslieferungen der UN für Aleppo nun weit und breit nichts zu sehen ist, so dass die Versorgung darbender Bevölkerungsteile offenbar den Syrern selbst und ihren russischen Freunden überlassen bleibt. Beide, Syrer und Russen, sind allerdings nach wie vor mit Sanktionen des Westens „bedient", besonders Syrien ist davon existenziell betroffen. Dass die Beendigung der Embargo- und Sanktionspolitik Berlins gegen Damaskus der allererste, wirksamste und größte Schritt zur Beseitigung der Fluchtursachen aus Syrien wäre: kein Wort davon, noch immer nicht! Soviel zur behaupteten Objektivität der ARD-aktuell und zum Humanitätsgedudel beider Volksverdummer, sowohl der Regierung in Berlin als auch des von Hamburg munitionierten „Flaggschiffs“ der ARD.

Dr. Gniffke ließ seine Mannen mit unverminderter Uneinsichtigkeit und voller Verbissenheit weiterhin ignorieren, dass die aus Ost-Aleppo vertriebenen "Rebellen", die nach Idlib verschoben wurden, grausame Terroristen sind. Gniffkes Qualitätsjournalismus erlaubte keine Selbstkorrektur, obwohl die jüngste Entwicklung alle Tagesschaufloskeln und Behauptungen unübersehbar widerlegt. Mit anderen Worten, Gniffke ließ wissentlich und willentlich weiter Unwahrheiten verbreiten.

Und nun, militärisches Präludium zur Amtsübernahme des Präsidenten Trump, auf einmal (endlich!) ein massiver Luftangriff der US-Streitkräfte auf die Terroristen in Idlib. Prompt schwenkt auch der ehrenwerte Dr. Gniffke um und lässt ARD-aktuell aufsagen:

"Das US-Militär hat bei Luftangriffen mit Drohnen und Kampfjets auf ein Trainingslager der Terrormiliz Al Kaida in Syrien eigenen Angaben zufolge rund hundert Extremisten getötet. Das Camp lag demnach in der Provinz Idlib."

Man staune (wenn man sich seine Naivität bewahren möchte): Wenn nicht Russen und Syrer angreifen, sondern die USA, dann verwandeln sich Gniffkes „Rebellen“ und „bewaffnete Opposition“ auf einmal in das, was sie immer waren und Gniffke lässt sie dann auch so nennen: „Terrormiliz“, "Al Kaida-Extremisten“. Bei einem US-Bombardement gibt es auch keine „Kollateralschäden" unter „unschuldigen Zivilisten“ zu berichten, da sterben exakt nur „Extremisten", die es auch verdient haben, nicht wahr? So enttarnt sich ARD-aktuell selbst als der transatlantische Propagandaladen, zu dem die einstmals gute Nachrichtensendung unter Dr. Gniffke versaut wurde.

Konkret im hier kritisierten Beitrag hat Gniffkes Truppe zusätzliche Informationen unterschlagen, die nötig gewesen wären, um die Ereignisse in Idlib sinnvoll einordnen und wenigstens auf diese Weise die propagandistische bisherige Berichterstattung über die "Rebellen“ zu relativieren:

In Idlib sind inzwischen gewaltsame Auseinandersetzungen unter den von der ARD protegierten Dschihadisten an der Tagesordnung. Zu ihnen zählt auch jene Gruppe, die einem 12jährigen palästinensischen Jungen vor laufender Kamera die Kehle durchgeschnitten hat, ein Mord, über den Tagesschau & Co. nicht berichtet haben, weil auf dem widerlichen Filmchen darüber ein Beteiligter zu sehen ist, der ansonsten als Kontaktmann des „Aleppo-Media-Center“ AMC die Propagandastreifen der Terroristen aus Ost-Aleppo an die ARD verkaufte (und von Volker Schwenck, ARD-Korrespondentenbüro Kairo, als „vertrauenswürdig“ ausgegeben worden ist).

Diese Kopfabschneider-Miliz stand zudem auf der Unterstützersliste der USA. Verschwiegen hat ARD-aktuell in dem Beitrag auch, dass nach dem US-Angriff sofort "Weisshelme" (die alternativen Friedensnobelpreisträger) zur Stelle waren und den bombardierten Terroristen „halfen“ - sie waren damit gar zu deutlich erkennbar geworden als Darsteller in der pro-terroristischen Propaganda.
Quelle:

Nach den Programmrichtlinien ist der NDR zur umfassenden und wahrheitsgetreuen Berichterstattung verpflichtet. Die verzerrende und desinformierende Berichterstattung über dieses neue Ereignisse in Idlib genügt den Richtlinien nicht.

Dr. Gniffke will, wie das Internet-Magazin Telepolis berichtet, ARD-aktuell um ein Ressort zur Früherkennung sog. Fake-News erweitern.
Quelle:

Diese Absicht des Chefredakteurs qualifiziert ihn zum König der Realsatire.
Er nutzt die Erkenntnis, dass Fake-News immer nur die anderen liefern. Denn er ist schließlich ein ehrenwerter Journalist.

 

Mit freundlichen Grüßen
»Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer

 

PS: Frage an die Rundfunkräte: Warum bietet z.B. "Telepolis" fundierte Information, ARD-aktuell dagegen oft nur Müll?

»*Volker Bräutigam war von 1975 bis 1985 Redakteur in der Tagesschau-Zentrale Hamburg und auch danach noch, bis 1995, beim öffentlich-rechtlichen NDR (in der Hauptabteilung Kultur) als Journalist tätig. Er schreibt heute für die Politik-Zeitschrift Ossietzky. Als Nachfolgerin der "Weltbühne" orientiert sie sich strikt an diesem Vorbild. (s.a.»http://ossietzky.net). 

**Friedhelm Klinkhammer war langjähriger Gesamtpersonalvorsitzender des NDR

Quellenangaben:

  • Grafik: mit freundlicher Genehmigung © www.egonkramer.de

Grafische Bearbeitung/Linksetzung durch 0815-Info.com

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