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Kann mir jemand mal erklären, warum zur Frage der Altersfeststellung von vermeintlich oder real minderjährigen Flüchtlingen so eine Scheindebatte geführt wird?

 


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von Dagmar Henn

Alles stürzt sich auf eine »Altersfeststellung durch Röntgenaufnahmen. Nun, die Zweifel daran kann ich verstehen. Ich selbst war beispielsweise mit 12 Jahren bereits ausgewachsen, aber noch lange nicht volljährig... das körperliche Wachstum ist individuell zu unterschiedlich, um daran das Alter festzumachen, und eine Röntgenuntersuchung ist ein Eingriff.

Es gibt allerdings die Möglichkeit einer epigenetischen Altersfeststellung, für die sogar Urinproben ausreichend wären.

K E I N E der an der Debatte beteiligten Seiten erwähnt diese Möglichkeit.

Warum?
Weil es sich um eine Theatervorstellung handelt. Schließlich ist die Betreuung auch nur vermeintlich Minderjähriger ein Riesengeschäft, an dem unter anderem die Strukturen der beiden Amtskirchen gut verdienen. Wir reden hier um bis zu hunderttausend Euro pro Jahr pro betreuter Person.

Diesem Geschäft wollen sich auch die Vertreter von CDU und CSU nicht in den Weg stellen.

Die Frage, ob hier nicht Ressourcen völlig falsch verteilt werden (die man im Zusammenhang mit der stationären Unterbringung Jugendlicher generell stellen kann, vor allem, wenn man die dortigen Beträge mit der Mangelversorgung im H4-System vergleicht...), wird nicht einmal aufgeworfen.

Ja, wirkliche Jugendliche sollen gut versorgt und betreut werden und gehören nicht in Sammelunterkünfte (genauso wenig wie Frauen mit Kindern übrigens). Aber wie kann es sein, dass die Strukturen, die darüber urteilen, wer minderjährig ist und wer nicht, eben jene sind, die von den Mitteln profitieren?

Und welche Strukturen lassen wir sich gerade da entwickeln, die ihre Hände direkt in die öffentlichen Kassen stecken, und was werden diese Strukturen tun, sollte der Nachschub an wirklichen oder vermeintlichen Jugendlichen ausbleiben? Holen sie sich dann Ersatz aus einheimischen Familien? Die Befürchtung liegt nahe.

Die jungen Männer selbst profitieren zwar auch davon, weil die Bedingungen für UMFs günstiger sind als für Erwachsene, aber der wirkliche Profit landet in anderen Taschen. Und diese Geldströme sollen nicht angetastet werden, auch wenn, wie (nicht nur) am Fall Kandel zu sehen, das beteiligte Personal im Umgang mit Gewalttätern nicht wirklich geschult ist und das Eigeninteresse der Strukturen ein Handeln im Interesse des Rechts (und oft auch im Interesse des Jugendlichen selbst) verhindert....

Ja, es sieht so aus, als würden uns in Zukunft noch mehr Opfer zugemutet. Im Interesse der Armutsindustrie. Und eine wirkliche Lösung für die Frage der Altersbestimmung wird es nicht geben.

Nur ganz, ganz lautes Theater.

© Dagmar Henn

Quellenangaben:

Text: »Facebook

© Grafik: mit freundlicher Genehmigung Klaus Stuttmann

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