Die LINKE und die DKP
Die Hetzkampagne der
neoliberalen Einheitsmedien hierzulande hat voll ins Schwarze getroffen. Ein ganzer Kommunist, oder in diesem Fall eine Kommunistin, hat es in ein Landesparlament geschafft und die gesamte Bananenrepublik stand Kopf. Inzwischen ist die Landesparlamentarierin isoliert, fraktions- und damit ziemlich wirkungslos, in Hamburg hat es die DKP weder in den Landtag noch in die Bezirksämter geschafft, die Linkspartei rückt wieder ein Stückweit nach rechts, schließt ihre „offenen Listen“ und erklärt, das Verstaatlichung mit ihr nicht zu machen ist.
von Tilo Schönberg
In der Zeitschrift
Sozialismus erschien dieser Tage ein Kommentar der dortigen Redaktion zu diesem
Thema, das ich hier in Auszügen wiedergeben möchte. Ich stelle die Bemerkung
voran, dass es lediglich Zitate sind. Wer meint, das diese aus dem Zusammenhang
gerissen sind – hier ist der gesamte Text zu finden: „Die Ausgestaltung einer
nachkapitalistischen Gesellschaft
wird nicht von einer Partei oder einem Komitee entwickelt. Ihre Stabilität und
Überlebensfähigkeit wird gewiss nicht von irgendwelchen Diensten oder
Sicherheitsorganen abhängen, sondern davon, ob sie von großen Teilen der
Bevölkerung akzeptiert, getragen und weiter entwickelt wird. Im Kern geht es um
die Frage des Verhältnisses von Demokratie und Sozialismus im 21. Jahrhundert
und um die Lehren aus der Geschichte des Staatssozialismus im Allgemeinen und
der DDR im Besonderen. Sie sind für die Erneuerung der Linken und für die
Formierung einer neuartigen Partei von grundlegender Bedeutung.
Diese Position wird von Teilen der DKP abgelehnt. Auch wenn es
dort und in anderen sich als kommunistisch definierenden Strömungen
unterschiedliche Positionen gibt: Der aktuelle Konflikt und die sichtbar
gewordenen Reaktionen belegen, dass Wegners Äußerungen nicht nur eine
Einzelmeinung sind, sondern auch über die DKP hinaus ein weit verbreitetes
Grundverständnis ausdrücken. Deshalb ist eine grundsätzliche Klärung und
Positionierung in dieser Frage unverzichtbar. Das betrifft nicht nur die
KandidatInnnen als Einzelpersonen, sondern die DKP als politische Partei.
Die sichtbar gewordene Denkweise ist für eine moderne Linkspartei mit einer
Sozialismuskonzeption für das 21. Jahrhundert völlig unakzeptabel. Es handelt
sich um den hilflosen Versuch, das Scheitern der Sozialismusversuche im 20.
Jahrhundert zurechtzuräsonieren. Hinter der Sehnsucht nach einer Organisation
zum Schutz gegen die Konterrevolution steht die Relativierung und nachträgliche
Rechtfertigung der im Namen des Sozialismus begangenen Verbrechen.
Dies ist nicht nur eine Verhöhnung der Opfer, sondern dazu noch eine
Missachtung des kollektiven Gedächtnisses der innerlinken Geschichte …“
Da nützt es auch nicht, dass die Kommentatoren zur Belehrung der DKP auf Marx zurückgreifen:
„Die Staatsfixiertheit vieler
Linker, wie sie bei Wegner u.a. zum Ausdruck kommt, ist nicht nur
spießbürgerlich, sondern steht auch völlig quer zur Grundintention des
Marxismus, auf den sie sich selbst in ihrem "revolutionärem Gestus"
beziehen. Marx bestand darauf, dass zukünftige soziale Emanzipationsbewegungen
entfremdete und verselbständigte politisch-staatliche Strukturen des
Kapitalismus in die Gesellschaft zurückholen müssten …
… Der Bolschewik V.I. Lenin plädierte
zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowohl gegen die orthodoxe (Kautsky) wie auch
die revisionistische Strömung (Bernstein) innerhalb der Sozialdemokratie für
eine Zurücknahme des Staates. Die Tragik und das Scheitern des Sozialismus im
20. Jahrhundert besteht nun gerade darin, dass neben der Sozialdemokratie auch
die Kommunisten zu Vorreitern eines staatssozialistischen Entwicklungsweges
wurden, den Marxismus auf den Hund brachten und den Revolutionszyklus seit 1917
deformierten.“
Ich will jetzt gar nicht anfangen, das Thema umzudrehen und die Partei „Die Linke.“ nach marxistischen Gesichtspunkten zu durchleuchten. Ich darf an dieser Stelle daran erinnern, dass weder Marx & Engels noch Lenin in den „Eckpunkten“ – ein Programm gibt es noch nicht - der Partei „Die Linke.“ auch nur entfernt irgendeine Rolle spielen. Dort kämpfte der linke Flügel schon darum, die Wörter „Demokratischer Sozialismus“ in der Präambel unterzubringen, vergebens übrigens.
Der Satz von Christel Wegner, den auch die Sozialismus-Redaktion zitiert: „"Ich denke ..., wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich davor schützen muss, dass andere, reaktionäre Kräfte die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen.", bewahrheitet sich dagegen – siehe z.B. Venezuela - jeden Tag aufs Neue.
Das ich der Meinung der Kommentatoren der Zeitschrift „Sozialismus“ (ich betone das immer, damit das Wort „Sozialismus“ überhaupt mal im Text vorkommt), sagen wir mal, etwas konträr gegenüberstehe, konnte man bei 0815-Info schon hier, hier und hier nachlesen.
Ich möchte noch einen weiteren Text beifügen, der meines Erachtens viel eher, viel mehr und viel deutlicher den Kern der Sache trifft. Auf diesen Text gestoßen bin ich, wie so oft, bei SteinbergRecherche.com, die auch gleich freundlicherweise den Kontakt zum Autor herstellte.


Partnerschaft ohne Zukunft
von Volker Bräutigam*
Wer mit wem regieren, wer sich von wem (nicht) wählen lassen wolle
/dürfe/könne/werde, mit welcher Koalition Macht resp. Teilhabe daran erreichbar
wäre: Alleweil spielen im öffentlichen Diskurs solche Fragen eine weit größere
Rolle als das Wozu, die Diskussion über Programme und politische Aussagen.
Gegenwärtig nervt es ganz besonders, das Geschwafel über Koalitionen, weil
damit verhindert werden soll, was gemäß den Interessen des Wirtschaftsimperiums
keinesfalls sein darf: Nachdenken über Ziele und Chancen (halb-)linker
Regierungsbündnisse. Die wären möglich, und gerade deshalb werden sie heftig
tabuisiert.
Und wie singt die Linke in diesem Chor, die Linke links neben der SPD?
Euphorisch nahm die DKP auf, dass über die Liste der LINKEn nach
Jahrzehnten erstmals wieder eine Kommunistin in einen Landtag einzog. Der
Euphorie folgen aber nach medizinischer und auch nach soziologischer Erkenntnis
meist nur die Agonie und danach der Exitus. Inzwischen ist die Abgeordnete
Wegner denn auch schon fraktionslos. Ergebnisse und Gewicht ihrer Arbeit werden
mit diesem einsamen Status korrespondieren. Es wäre albern, mehr zu erwarten.
Antikommunismus pur
Nach wie vor versprechen sich auch Vertreter der LINKEn, soweit sie frei sind
von Berührungsängsten, noch Vorteile von einer Zusammenarbeit mit der DKP, vor
allem auf kommunaler und regionaler Ebene. Es scheint sich kaum jemand daran
erinnern zu wollen, dass und warum in den drei Jahren nach 1990 das Projekt
scheiterte, Linkssozialisten (PDS) und Kommunisten (DKP) aus Ost und West unter
einer gemeinsamen Dachorganisation zusammenzuführen. Das Nicht-Erinnern
verwundert, denn sozialdemokratisch gewendete Repräsentanten der LINKEn wie
Gregor Gysi und Bodo Ramelow müssten die Mitglieder ihrer eigenen Partei ebenso
wie die der DKP eigentlich wachgerüttelt und ihnen klargemacht haben, was für
die LINKE Sache ist: Antikommunismus pur.
Die LINKE braucht die DKP nicht (mehr). Die DKP stört. Besonders bei
LINKEn-Schmuseversuchen mit der SPD und beim Hangeln nach
Regierungsbeteiligungen, nach geld-bringenden Parlamentsmandaten, bei der
Pöstchenjagd nach Staatsämtern. Die DKP sollte sich nicht länger Illusionen hingeben,
sondern schleunigst auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.
Garantiert kommunistenfrei
Auf Bundesebene hat der Gesetzgeber das „Huckepackverfahren“ (Mitglieder
fremder Parteien kandidieren auf den Listen der Wahlparteien) bereits
ausgeschlossen. Die Länder werden bald nachziehen. Niedersachsen (und Hamburg,
wo es für einen auf Listenplatz 10 der LINKEn angetretenen Kommunisten ohnehin
nicht zum Einzug reichte) werden einmalige Sonderfälle bleiben. Bei den
nächsten Landtagswahlen kommen keine Kommunisten mehr in die Parlamente.
Garantiert nicht.
Mag sein, dass Kooperationen auf kommunaler Ebene noch ein Weilchen in kleinen
Projekten Erfolge zeitigen. Wie lange das gut geht, ist offen. Bei den
Kommunalwahlen in Bayern traten auch Kommunisten noch auf den Listen der LINKEn
an. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lässt beide Parteien vom
Verfassungsschutz überwachen und verlas die Namen der DKP-Mitglieder auf den
Wahllisten bei seinen öffentlichen Auftritten. CSU-Chef Erwin Huber hat im
Bayerischen Fernsehen („Münchner Runde“, 26.02. 08), mitgeteilt, wie riesengroß
die kommunistische Bedrohung von Freiheit und Demokratie in Bayern schon ist:
Unter mehreren hunderttausend bürgerlichen Mitbewerbern um Mandate in den
Gemeindevertretungen waren genau 44 Kommunistinnen und Kommunisten. Das zu
ermitteln war offenkundig einfacher, als in Bayern Schwarzgeldkonten,
Schmiergeldzahlungen und Steuerhinterzieher ausfindig zu machen.
Wie lange wird die LINKE dem Druck, sich „kommunistenfrei“ zu machen, noch
standhalten? Ihr Parteitag wird es zeigen: Es geht um Monate, nicht mehr um
Jahre.
Viel deutet zwar darauf hin, dass unser Gemeinwesen revolutionären Bedarf
entwickelt. Bis zu einem vor-revolutionären Stadium der Gesellschaft ist es
aber noch ein sehr weiter Weg. Die LINKE wird ihn ganz sicher nicht bis zu
seinem Ende mitgehen. Es besteht schon jetzt kein Grund mehr zu der Hoffnung,
eine nennenswerte gemeinsame Basis DKP-LINKE könne aus der konkreten
gemeinsamen Arbeit auf den unteren Ebenen allmählich erwachsen.
Beteiligung im Parlamentsbetrieb
Die LINKE wird der DKP die Wahlempfehlungen, die Unterstützung in den
Wahlkämpfen, das Mitwirken mit personellen und sachlichen Mitteln und die
ideelle Mitarbeit nicht danken. Sie wird der DKP zeigen, dass sie Kommunisten
als politisches Hindernis und ihre Partei als Gegner betrachtet und eben nicht
als potentielle Verbündete. Die LINKE will mit ihrem Kurs Richtung Beteiligung
im Parlamentsbetrieb Erfolg haben. Wohlmeinende und schärfer denkende LINKE-
Mandatsträger wie Wolfgang Gehrcke und Sahra Wagenknecht ändern das Verhältnis
zu und den Umgang mit der DKP nicht.
Neigung zum Verrat
Die LINKE wird höchstens noch fünf Jahre und damit viel weniger Zeit als
seinerzeit die GRÜNEN brauchen, bis sie in dieser bürgerlichen Gesellschaft
„ankommt“ (d.h. bis sie sich unter Preisgabe ihrer sozialistischen
Prinzipien den herrschenden Verhältnissen assimiliert hat. Berliner
Verhältnisse gab es ja auch schon einmal in Mecklenburg-Vorpommern). Die
Zukunft der LINKEn ist die Zukunft einer linkssozialdemokratischen,
bürgerlichen Partei ohne marxistischen Hautgout. Allerdings mit der seit Ebert,
Noske und später Brandt traditionell sozialdemokratischen Neigung zum Verrat;
zum Verrat an den kommunistischen Weggefährten ebenso wie an den eigenen
Grundsätzen. (Brandt? Ja doch: u.a. Urheber des der Demokratie abträglichen
„Radikalen-Erlasses“, des Berufsverbots für abertausend „Verfassungsfeinde“;
Brandts Anspruch: „Mehr Demokratie wagen“).
Die GRÜNEN brauchten zwei Jahrzehnte für einen vergleichbaren Prozess. Sie
starteten bekanntlich als „Anti-Partei-Partei“ Anfang der 70er Jahre. Erst
Mitte der 80er stießen sie ihren öko-sozialistischen Flügel ab (Trampert,
Ditfurth, Ebermann). Fortbestehende Spannungen zwischen „Fundis“ und „Realos“
lösten sich erst Ende der 90er Jahre, als ihr Vormann Fischer alle
pazifistischen Ansprüche verwarf und die GRÜNEN zur Kriegpartei, zu einer
olivgrünen FDP machte. Heute dominiert in der Partei eine ökofarbene,
stockkonservative, gewerkschaftsfeindliche Mehrheit. Ströbeles rote Stola
taugt, genau wie der Kerl selbst, nicht einmal als linkes Feigenblatt.
Sozialdemokratisch
Den gleichen Weg zur respektierlichen Bürgerpartei wird die LINKE sehr viel
schneller zurücklegen. Der Kern der LINKEn ist eh längst bodenständig
sozialdemokratisch und wird umspült von einer reaktionären Strömung aus dem
Bereich der ehemaligen PDS. Diese zentralen Kräfte der LINKEn behandeln ja
schon ihre eigenen Parteigenossen von der internen Kommunistischen Plattform
geradezu als Feinde und schieben gleichzeitig den ganzen Parteikarren nach
rechts. Das wird in allen Fragen ersichtlich, nicht nur in denen, die sich zum
Umgang mit Kommunisten und nach der Konsequenz aus einer sozialistischen
Menschen- und Weltsicht stellen.
Die LINKE will keine grundsätzlich neue Gesellschaft. Folgerichtig hat sie auch
keinen Entwurf dafür. Sie folgt keiner Utopie. Sie strebt nur die Korrektur
gegenwärtiger gesellschaftlicher Fehlentwicklungen an. Das ist zwar nicht eben
wenig. Die Korrekturen sind durchaus auch im Sinne der DKP. Aber sie reichen
einer kommunistischen Partei nicht, weil sie keine grundsätzliche Veränderung
herbeiführen. Beispiel: „Keine Kriegseinsätze der Bundeswehr“ (die LINKE), das
wäre fortschrittlich. Aber nur der sofortige Austritt aus der NATO in
Verbindung mit einem Bekenntnis zu absoluter Neutralität Deutschlands wäre
etwas grundsätzlich Anderes, wäre radikal.
Reparaturen
Es gibt wohl einen (minimalen) „Linksruck“ in unserer Gesellschaft (=eine
Abwanderung vormaliger SPDler zu den LINKEn). Das Geschrei der sprachgeregelten
Konzernmedien über diese Erscheinung („Wie links wählen die Deutschen?“ usw.)
ist allerdings völlig abwegig, wenn auch nicht absichtslos: Es dient der
Verstetigung des neokonservativen Kurses. Hinter dem „Linksruck“ steckt jedoch
nicht die Spur von Begehr nach radikaler Umwälzung und Neubeginn. Ein leichter
bürgerlicher Linkstrend ist eben keine revolutionäre Erscheinung. Der
gegenwärtige Erfolg der LINKEn beruht darauf, dass sie nichts radikal ändern,
sondern nur überfällige Reparaturen am Bestand vornehmen will und sich
keinerlei politische Neuanschaffung zum Ziel setzt. Hätte sie weitergehende
Ansprüche, dann teilte sie ihr Schicksal mit dem der DKP. Aber Armut und
fehlende gesellschaftliche Relevanz fürchtet diese LINKE mehr als der Teufel
das Weihwasser.
Die LINKE und die DKP können nicht auf Dauer zusammengehen. Sie sind keine
potentiellen Partner, sondern bereits jetzt tendenziell Gegner. Gysis und
Ramelows und Bries ver-ächtliche und verurteilende Sprüche über die kurzfristigen
Kooperationen mit der DKP in Niedersachsen und Hamburg zeigen das deutlich.
Deutsche unter den Letzten
Kommunisten müssen sich wohl oder übel in Geduld üben und ertragen, dass ihre
Partei in Deutschland nur en miniature existiert. Der DKP kann es noch auf
lange Zeit nur um Qualität gehen, nicht um Quantität. Ums Mitdenken, nicht ums
Mitwirken. Es mag sie trösten, dass die radikale Veränderung der Welt ohnehin
nicht von Deutschland aus möglich ist und hier nicht beginnen wird. Deutsche
werden bei einem zweiten Anlauf wohl unter den Letzten sein. Das macht ihr
Ringen um eine bessere Zukunft aber nicht bedeutungslos.
Im Juli/August 1988 geriet Volker Bräutigam kurzzeitig ins Blickfeld großer bundesweiter Aufmerksamkeit, als er für die IG Medien/RFFU (heute ver.di) im Norddeutschen Rundfunk NDR die ersten mit Programmausfällen verbundenen Arbeitsniederlegungen in der deutschen Rundfunkgeschichte organisierte.
Jo, Treffer! und Versenkt!, um mal ein altes Spiel zu zitieren.
So sehr ich den Mannen der Sozialismus-Redaktion um Jochim Bischoff und Björn
Radtke und Bernhard Müller auch glauben möchte – neeee … Volker Bräutigam hat
den Nagel auf den Kopf getroffen und den Weg skizziert – den die Partei „Die
Linke.“ gerade einschlägt.
Alles andere wäre Augenwischerei.
Nun Marx ist Tod und das Pfeifen allein im dunklen, sehr dunklen Walde hat auch nicht so eine richtige Trostspende im Gepäck. Was soll es also, wenn der olle Mann mit Bart mal bei Gelegenheit fallen ließ, dass das politische Denken vor allem das ausgeprägte und scharfe politische Denken ein besonders einseitiges Denken sei und es darum nicht den Grund der geselligen Not erkennen könnte. Nun ja, da ist halt nix dran zu schrauben und zu nähen. Soll man sich wirklich in die Niederungen der Produktion des täglichen Lebens begeben, dort wo das Leben eigentlich gar keines mehr ist, sondern man von Robbis, Halb-, Viertel und gar nicht Automaten und Billiglöhnern, natürlich mit Mindestlohnregelung, um die Wette schuften sieht? Nun ja, eigentlich schuften ja nur die Billiglöhner, den Robbis geht die Chose am kalten uuups vorbei, wenn sie denn einen solchen besäßen. Allerliebst ist dann zu hören, dass man Arbeitsplätze schaffen müssen, an denen dann, so bringt es der kapitale Ismus mit sich, sich das Humankapital auslutschen lassen darf. Aber diese Aussage, dass die herrschende Ideologie immer die der herrschenden Klasse sei, ist grundsätzlich verkehrt. Schaut auf diese unsere Praxis: Es ist nun mal so und war so und wird immer so bleiben. Denkste! 








