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Libanonkrieg: Israel wußte von Entführung

Regierung Olmert informierte auch USA und Frankreich von kommendem Militärschlag / Merkel auch "nicht neutral"
von Daniel Neun

Die linksliberale, israelische Zeitung Ha´aretz berichtet in ihrer gestrigen Ausgabe, daß die israelische Armee über die Entführung durch die Hisbollah informiert gewesen ist und sie offenbar durch gesenkte Sicherheitsmaßnahmen überhaupt erst ermöglichte. Es war bereits der fünfte Versuch der Hisbollah an derselben Stelle, so Ha´aretz. Sowohl Paris als auch Washington waren überdies vom kommenden, wahrscheinlichen Militärschlag informiert worden. (1)(2)

Daraus ergeben sich Fragen:

• Erstens: was wußte die Bundesregierung?
• Zweitens: wußten die Abgeordneten des deutschen Bundestages davon?
• Drittens: liest hier in Deutschland eigentlich niemand mehr israelische Zeitungen oder wurde seit gestern in den offenbar gleichgeschalteten imperialistischen Massenmedien Deutschlands diese Meldung bewußt unterdrückt, um die Verstrickung Deutschlands in einen neuen Abschnitt des "Weltkriegs um Wohlstand" (der Spiegel) (3) zu gewährleisten?

Angela Merkel heute im deutschen Bundestag:"Wir sind nicht neutral, und wir wollen auch nicht neutral sein" (4)

Diverse deutsche Politiker müssen von dieser imperialen Intrige Israels, Frankreichs und der USA informiert gewesen sein. Wie mehrere unabhängige Medien in der Republik berichteten, war zumindestens die zweite, militärisch sinnlose und für beide Seiten verlustreiche Bodenoffensive der israelischen Armee offenbar einzig und allein mit dem Zweck geführt worden, Deutschland in diesen Weltkrieg zu verwickeln und eine internationale Streitmacht in den Libanon zu zwingen.(5)(6) Die Kofferbomben-Intrige und das Vorabwissen der deutschen "Sicherheits"behörden wird in diesem Zusammenhang auch noch zu diskutieren sein.(7)

Im Libanon geht man übrigens ebenfalls von einer Verschwörung gegen den eigenen souveränen Staat aus, welche einen alten israelischen Plan der Installierung eines verbündeten Diktators im Libanon begünstigen und vorantreiben soll.(8)(9)(10)

Die Entscheidung des Bundestags zum Kampfeinsatz im Libanon ist gefallen.
Nun wird sich jeder "Ja"-Sager der Weltöffentlichkeit erklären müssen.

Quellen:
Da die Haaretz-URLs ziemlich "kurzlebig" sind, haben wir den Artikel gespiegelt (2). Achtung - RaR-Datei! Zum Entpacken benötigen Sie dieses » Programm.

(* EhNaMag = ein Ehemaliges Nachrichten-Magazin)
» © 0815-Info, 19.09.2006

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